Kreditzinsen

Posted on Dezember 16, 2007 in the category | Click to Comment

Unter Kreditzinsen versteht man zunächst einmal einen in Prozent ausgedrückten Wert, den man für die Überlassung eines Geldbetrages an den Geldgeber bezahlt. Je nachdem, wer einem das Geld geliehen hat, können eventuell noch weitere sogenannte Nebenkosten auftreten, die man, wenn man Kreditzinsen vergleichen möchte, um beispielsweise einen Kredit umzuschulden, mit einberechnen muss, denn ansonsten vergleicht man Äpfel mit Birnen. Sie erkennen die Unterschiede, wenn sie Angebote bekommen, in denen die Rede von nominal und effektiv ist.

Also Nominalzins ist jener Zins, der für einen Kredit zu bezahlen ist. Dann gibt es noch den Realzins, damit wird der Zinssatz bezeichnet, der nach Abzug der Inflationsrate übrigbleibt. Im Gegensatz zu den Kreditzinsen bezeichnet der Geldmarktzins jenen Zinssatz, den sich Banken untereinander berechnen. Er wird zum Leitzins, wenn es sich um Kredite zwischen Kreditinstituten und der Zentralbank handelt.

Je nachdem, wer das Geld verleiht, beziehungsweise, wie lange man sich das Geld leiht, ist auch der zu bezahlende Kreditzins unterschiedlich, da sich die Zinsen mittlerweile auch nach der Bonität des Kreditnehmers richten können. Also wer über eine gute Bonität verfügt, zahlt weniger Kreditzinsen, als jemand, der einen schlechten Kreditscore hat. Im Zeichen von Basel II sind allerdings die Kreditvergaberichtlinien der Banken recht restriktiv und zudem auch mitunter recht teuer geworden.

Übrigens gibt es auch zinsfreie Darlehen, so zum Beispiel für Betriebsgründungen, aber auch bei den öffentlich geförderten Bauvorhaben wird in aller Regel kein Kreditzins fällig, was bei den Kreditnehmern natürlich gut ankommt, da es die Kosten senkt.

Die Höhe des Zinssatzes hängt also von der Laufzeit des Kredits ebenso ab, wie von der Bonität des Kreditnehmers, sowie dem momentan aktuellen Zinssatz und der aktuellen Wirtschaftslage. Nicht vergessen sollten sie dabei die Nebenkosten bei der Kreditaufnahme, als da wären: das Disagio, die Bearbeitungsgebühren, eventuelle Schätz- und oder Gutachtenkosten, Bereitstellungszinsen, aber auch die Kosten für eine Restschuldversicherung, sowie eventuell anfallende Notar- und Grundbuchkosten.

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